Aufmerksam: Die Busfahrer der SWK werden regelmäßig geschult, um bei Problemen während der Fahrt entsprechend reagieren zu können. Foto: Wienand
Wenn Kinder und Jugendliche aus Zügen, Bahnen und Bussen geworfen werden, sorgt dies für öffentliches Entsetzen. Der Extra-Tipp fragte bei der SWK nach, wie bei Problemen mit den jungen Fahrgästen vorgegangen wird.
Krefeld (J.Z.). Guido Stiller gibt unumwunden zu, dass „die Situation in den vergangenen Jahren schwieriger geworden ist“. Der Geschäftsführer der SWK Mobil weiß, dass sich das Verhalten von Kindern und Jugendlichen in den Bussen und Bahnen merklich verändert hat. Aus diesem Grund haben die Stadtwerke bereits vor acht Jahren damit begonnen, so genannte Schülerscouts auszubilden. Diese sollen bei Problemen oder Streitigkeiten ihrer Mitschüler während der Fahrt eingreifen oder den Fahrer informieren. „Das Modell hat im wahrsten Sinne Schule gemacht“, berichtet Stiller. Mehr als 200 Schülerscouts sind in Krefeld mittlerweile im Einsatz. Doch nicht nur Ärger zwischen den Fahrgästen bereitet der SWK große Sorgen. Die Zahl vandalistischer Taten steigt . „Erst kürzlich zerkratzte ein Jugendlicher während der Fahrt in einer unserer neuen Straßenbahnen mehrere Scheiben“, sagt Guido Stiller. Allerdings wurde der Täter in diesem speziellen Fall nicht von einem Schülerscout, sondern von der neuinstallierten Videoüberwachung überführt. Ebenfalls ein Thema: das Schwarzfahren. „Unsere Fahrer, aber auch die Kontrolleure, werden regelmäßig geschult, um für solche Fälle vorbereitet zu sein“, berichtet Stiller. Kinder und Jugendliche werden wenn sie beim Schwarzfahren erwischt werden nicht sofort auf die Straße gesetzt. „Fingerspitzengefühl ist hier gefragt“, sagt Guido Stiller. „Es kann und darf nicht passieren, dass beispielsweise ein Schüler, der von Hüls nach Kempen fahren will, aus dem Bus geworfen wird.“ Der SWK-Geschäftsführer weiß, dass „Kinder auch schonmal ihr Fahrticket zuhause vergessen“. „In solchen Fällen drücken wir fast immer ein Auge zu.“
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