Strahlendes Gelb als Markenzeichen: Die Remise und das Jagdschloss an Burg Linn leuchten wieder in knalligen Farben. Wichtiger ist aber die innere Beständigkeit, die durch die Sanierung kräftig gestärkt wurde. Fotos: Müller
Krefeld (em). Wer Touristen anlocken will, muss Ungewöhnliches zu bieten haben. Krefeld hat in Linn ein Juwel zu bieten: die mittelalterliche Burg mit ihren Vorbauten: Remise und Jagdschloss. Leider sind die Vorbauten in den letzten Jahren zunehmend verfallen. Der Putz bröckelte, die Fenster faulten und durchs Dach sickerte der Regen. Einen Museumsshop gab es nicht. Ein schmaler Tisch im Flur des lädierten Jagdschlosses musste als Kasse ausreichen. Doch diese Klagen sind jetzt Vergangenheit. Die Stadt hat kräftig investiert. Jagdschloss, Ehrenmal und ehemalige Garage strahlen in neuem Glanz. Baudezernent Thomas Visser: „Dies ist unser Bekenntnis zu einem der Bausteine städtischer Repräsentation“. Die Stadt konnte es aber nur ablegen, weil dazu Mittel aus dem staatlichen Konjunkturpaket geflossen sind. Visser: „Das hat uns geholfen.“ Allein die Sanierung des beliebten Jagdschlosses verschlang rund 300.000 Euro. Dafür setzt das helle Gelb der Außenfassade wieder farblichen Akzent, Fenster und Blendläden sind wieder stabil. Am wichtigsten: Das Dach ist wieder dicht und erstmals mit einer Wärmedämmung versehen. Die hat es zur Zeit der ehemaligen Bewohner noch nicht gegeben, ist aber heutzutage unabdingbar. Im September steht zudem der neue Museumsshop zur Verfügung. Er wird in der ehemaligen Garage der Vorburg untergebracht. Der Name „Kasse“ prangt jetzt schon über dem stilechten Holzportal. Auch die Shop-Theke in leuchtendem Rot steht bereits an ihrem Platz. Doch die Innenausstattung mit Toilette und Wickelraum sowie Heizung und Elektroinstallation muss noch abgerundet werden. Zusammen mit dem frischen Anstrich in der benachbarten Ehrenhalle und den Dachreparaturen betragen die Kosten rund 370.000 Euro. Museums-Direktor Dr. Christoph Reichmann würdigt befriedigt das Gesamtensemble: Gemeinsam mit dem Cafe´ im Museum an der Rheinbabenstraße und den dort renovierten Toiletten entspricht der Standort an der Burg nun bald den Anforderungen an eine moderne Museumkultur. Das I-Tüpfelchen dürfte die barrierefreie Erschließung des Museums werden. Dazu wird von diesem Monat an ein Anbau mit Treppenhaus und Aufzug errichtet und an den Altbau angeschlossen. Diese Baumaßnahme kostet rund 480.000 Euro und soll Ende des Jahres abgeschlossen sein.
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